Station des Ortigia-Rundgangs

Kathedrale von Syrakus

Ein griechischer Tempel wird Kathedrale

Empfohlene Dauer: 45 minEintritt kostenpflichtig
Kathedrale von Syrakus — Ein griechischer Tempel wird Kathedrale

Die Kathedrale von Syrakus ist einer der außergewöhnlichsten Orte Siziliens: eine barocke Kathedrale, errichtet in einem griechischen Tempel des 5. Jahrhunderts v. Chr., dessen dorische Säulen noch heute in den Mauern sichtbar sind.

Der Athena geweihte Tempel entstand nach dem Sieg von Himera 480 v. Chr., als Syrakus zu den mächtigsten Städten des Mittelmeers zählte. Im 7. Jahrhundert n. Chr. wurde der Tempel zur christlichen Kirche: Die dorischen Säulen wurden nicht abgerissen, sondern zugemauert – im Seitenschiff kann man sie bis heute berühren.

Die barocke Fassade wurde 1754 nach einem Entwurf von Andrea Palma vollendet, nachdem das Erdbeben von 1693 die normannische Vorgängerfassade zerstört hatte. Das Ergebnis ist ein weltweit einzigartiges Bauwerk, in dem 2.500 Jahre Geschichte im selben Stein zusammenleben.

Im Inneren finden sich die Kapelle der heiligen Lucia, der Stadtpatronin, und ein Taufbecken aus einem griechischen Krater. Seit 2005 gehört die Kathedrale zum UNESCO-Welterbe „Syrakus und die Felsnekropole von Pantalica".

Praktische Tipps

  • Gehen Sie außen an der linken Flanke entlang der Via Minerva: von dort sieht man die eingemauerten griechischen Säulen am besten.
  • Besuchen Sie sie früh am Morgen oder bei Sonnenuntergang, wenn der Kalkstein der Fassade golden leuchtet.
  • Eintritt kostenpflichtig (wenige Euro); angemessene Kleidung erforderlich.
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